Luftaufnahme der Baustelle des Säntisparks 1986 mit Kränen, Rohbauten und umliegenden Feldern.
1. Oktober 2026

40 Jahre Säntispark: Wie aus einer Idee ein Freizeitklassiker wurde

Seit vier Jahrzehnten gehört der Säntispark in Abtwil für viele Familien, Sportbegeisterte und Erholungssuchende zur Freizeitgestaltung in der Ostschweiz. Doch wie hat alles begonnen? Zum 40-Jahr-Jubiläum blicken wir zusammen mit dem ehemaligen Zentrumsleiter Armand Meier und dem heutigen Leiter Säntispark Freizeit Michael Selb zurück auf bewegte Jahre und die Frage, warum Veränderung seit jeher zum Erfolgsrezept des Säntisparks gehört.

Kurz zusammengefasst

Seit seiner Eröffnung am 1. November 1986 hat sich der Säntispark in Abtwil zu einem der bekanntesten Freizeitzentren der Ostschweiz entwickelt. Entscheidende Erfolgsfaktoren waren von Anfang an Innovationsbereitschaft, hohe Qualitätsstandards und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots. Auch nach 40 Jahren prägen diese Werte den Säntispark bis heute.

Als der Säntispark die Schweiz überraschte

Der 1. November 1986 war ein Tag, den der damalige Zentrumsleiter, Armand Meier nie vergessen wird. Nach einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren und einer Investition von rund 100 Millionen Franken öffnete der Säntispark erstmals seine Türen.

Bereits am Vorabend feierte der Säntispark mit rund 600 geladenen Gästen die Einweihung des neuen Freizeit- und Erlebniszentrums in Abtwil. Damit die neue Anlage von Anfang an lebendig wirkte, wurden Schulklassen und Vereine eingeladen, das Bad und die Sportanlagen mit Leben zu füllen.

Als die Türen am nächsten Morgen für die Öffentlichkeit öffneten, war der Andrang riesig.

«Wir wurden völlig überrannt», erinnert sich Armand Meier. Trotz der damaligen Grösse des Projekts war er überzeugt, dass die Idee funktionieren würde. Das Angebot traf einen Nerv der Zeit und erfüllte das Bedürfnis nach einem modernen Freizeit- und Erlebniszentrum in der Ostschweiz.

Wie der erste Freizeitbetrieb der Migros entstand

In den Anfängen des Säntisparks war vieles Neuland. Für die Migros war der Säntispark der erste Freizeitbetrieb.

Armand Meier reiste damals nach Deutschland, besuchte verschiedene Bäder und beobachtete genau, wie andere Anlagen funktionierten: Von der Reinigung bis zur Arbeit der Badmeister.

Vieles entstand allerdings durch Ausprobieren und Pragmatismus.

«Wir haben einfach gemacht», sagt Meier rückblickend. Diese Hands-on-Mentalität prägte die Anfangsjahre und legte den Grundstein für den langfristigen Erfolg.

Vom regionalen Bad zum Ausflugsziel der ganzen Schweiz

Schon früh zog der Säntispark Gäste weit über die Region St. Gallen hinaus an.

Das zeigten einfache Analysen: Armand Meier schickte Mitarbeitende auf den Parkplatz, um Autokennzeichen zu notieren und daraus Rückschlüsse auf die Herkunft der Gäste zu ziehen. Und auch heute lohnt sich ein Blick auf die Parkplätze.

Michael Selb beobachtet noch immer gerne, aus welchen Regionen die Besucherinnen und Besucher anreisen. Die Kennzeichen zeigen: Der Säntispark ist längst ein Ausflugsziel für die gesamte Ostschweiz und weit darüber hinaus geworden.

Was sich in 40 Jahren verändert hat und was geblieben ist

Wer heute durch den Säntispark läuft, erlebt eine moderne Freizeitwelt mit stetig weiterentwickelten Angeboten. Gleichzeitig gibt es Bereiche, die seit den Anfangstagen begeistern.

Ein gutes Beispiel ist das Wellenbad. Seit der Eröffnung gehört es zu den beliebtesten Attraktionen der Anlage und begeistert bis heute Generationen von Gästen.
Auch die hochwertige Bauweise zahlt sich aus. Die markante Holzkonstruktion und die solide Bausubstanz bilden noch immer das Fundament des Freizeitzentrums.

Doch Stillstand war nie eine Option.

In der Freizeitbranche gilt: Gäste erwarten regelmässig neue Erlebnisse. Deshalb wurde der Säntispark in den vergangenen Jahrzehnten laufend modernisiert und erweitert. Diese Investitionen sorgen dafür, dass Familien, Kinder und Erholungssuchende auch heute attraktive Angebote vorfinden.

Warum der Säntispark seit 40 Jahren beliebt ist

Auf die Frage nach dem Erfolgsrezept hat Armand Meier eine einfache Antwort:

«Weil jeden Tag neue Kinder auf die Welt kommen.»

Hinter dieser Aussage steckt viel Wahrheit. Der Säntispark war schon immer ein Ort, an dem Familien gemeinsam Zeit verbringen können.

Dazu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: Qualität. Hygiene, Unterhalt und die kontinuierliche Pflege der Anlagen haben seit jeher hohe Priorität. Dieses Vertrauen über viele Jahre hinweg hat dazu beigetragen, dass der Säntispark für viele Menschen zu einem Lieblingsort geworden ist.

Die Zukunft des Säntisparks

Die Geschichte des Säntisparks zeigt, dass Erfolg kein Zufall ist. Er entsteht durch Mut, Engagement und die Bereitschaft, sich immer wieder neu zu erfinden.

Genau darin sind sich Armand Meier und Michael Selb einig: Wer langfristig erfolgreich sein will, muss sich weiterentwickeln und gleichzeitig das bewahren, was die Gäste schätzen.

So bleibt der Säntispark auch in Zukunft ein Ort für gemeinsame Erlebnisse, Bewegung, Entspannung und unvergessliche Momente – einfach ein Lieblingsort.

Säntispark-Welten entdecken

Nutzung der Fotos Säntispark mit freundlicher Genehmigung des Archivs Genossenschaft Migros Ostschweiz. Alle Rechte vorbehalten.

Häufige Fragen & Fakten

Der Säntispark wurde am 1. November 1986 in Abtwil eröffnet.

Das Ziel war, ein modernes Einkaufs- und Freizeitzentrum für die Ostschweiz zu schaffen und ein wachsendes Bedürfnis nach Freizeit- und Erholungsangeboten zu erfüllen.

Kontinuierliche Innovation, hohe Qualitätsstandards, gute Unterhaltung der Anlagen und attraktive Angebote für Familien.

Der Säntispark wird von der Genossenschaft Migros Ostschweiz betrieben.

Eröffnung: 1. November 1986

Standort: Abtwil SG

Bauzeit: 2,5 Jahre

Betreiber: Genossenschaft Migros Ostschweiz